Personalvermittlung

Internationale Vermittlung

Der Ausgangspunkt von wirtschaftlichem Erfolg ist die Beseitigung von Knappheit an Gütern aller Art. Für eine internationale Personalvermittlung bedeutet die Mängelbeseitigung in den jeweiligen Geschäfts- und Produktionsprozessen einen Zustand des gegenseitigen Mehrwerts herzustellen. Aus spanischer Sicht ergibt sich ein Mehrwert, indem man Erwerbsmöglichkeiten in Deutschland, Spanien und an den internationalen Arbeitsmärkten eröffnet, aus deutscher Sicht, indem man Fachkräfte für den deutschen, spanischen und den internationalen Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt.

 

Die Entwicklung eines Geschäftsmodells erfolgt über mehrere Stufen. Zunächst wird eine intuitive Strategie entwickelt, die sich auf unvollständige Umweltbeobachtungen bezieht. Unabhängig von der Strategie beruht das Erfolgsrezept auf den anzunehmenden wirtschaftlichen Erfolg. Aus einer intuitiven Strategie entwickelt sich die Idee einer Multi-Sided Platform: Multisided platforms bring together two or more distinct but interdependent groups of customers. Die Arbeit besteht darin, beide Gruppen zusammenzuführen: Such platforms are of value to one group of customers only if the other groups of customers are also present. The platform creates value by facalitating interactions between the different groups. A multi-sided platform grows in value to the extent that it attracts more users, a phenomenon known as the network effect.

Der Mehrwert (Value Proposition) beider Zielgruppen besteht darin, dass sie zueinander gebracht werden. Hierin liegt die Funktion einer internationalen Personalvermittlung: Die Bereitstellung von Personal in einem internationalen Produktions- und Dienstleistungsprozess. Diese Notwendigkeit entsteht auf internationalen Märkten, auf denen fachliche, sprachliche und kulturelle Kompetenzen zusammengeführt werden müssen oder auf denen ein punktueller Mangel an Fachkräften ausgeglichen werden muss. Aus dieser Bedarfslage heraus entwickelt ein Geschäftsmodell antworten, um auf einen Bedarf in wirtschaftlicher Weise reagieren zu können.

 

Intuitive Strategieentwicklung

Das intuitive Strategiemodell ist auf der dauernden und aktiven Suche nach neuen Chancen und Geschäftsfeldern. Im Vordergrund steht die Idee und die damit verbundene Bereitschaft, sich auf neue Geschäftsmodelle und Strategien einzulassen, sie auszuprobieren und gegebenenfalls zu verwerfen. Aus einer spontanen Idee entwickelt sich ein Geschäftsmodell, das dem Grundmuster der Intuition folgt. Das heißt, wenn im eigenen Unternehmen eine Schlüsselpersonen durch ihre enge Verbindung zum Kunden in der Lage ist, aus ihrem impliziten, durch Erfahrung abgesicherten Wissen die entscheidenden Weichenstellungen vorzunehmen, kann sich daraus ein valides Geschäftsmodel ableiten lassen.


Internationale Personalvermittlung - Strategieentwicklung

Und bei einer validen Idee gelingt es, erste Umsätze zu generieren. Es können Einnahmen für Beratungsleistungen an spanische Bewerbern, Einnahmen für das Erstellen von Bewerbungsunterlagen, für die Recherche nach Stellenanzeigen oder für die aktive Suche nach einer Beschäftigung sein. Durch Reinvestition in ein höheres Google-Ranking nimmt die Anzahl der Anfragen zu, so dass sich daraus größere Umsätze für die Zukunft ableiten lassen. Die Aktivitäten können ausgeweitet und mehrere Online-Werbekampagnen gestartet werden, so dass sich neben Anfragen spanischer Bewerber die ersten deutsche Firmen melden, die ein allgemeines Interesse an spanischen Fachkräften äußern. Vereinzelt erteilen sie Aufträge über die Recherche nach einem bestimmten Arbeitnehmerprofil. Der erste Schritt für eine internationale Personalvermittlung ist geschafft. Man hat den Eintritt in einen für Personaldienstleistungen heiß umkämpften Markt geschafft.

 

Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, Märkte zu erkennen, diese zu bedienen und in ihnen Entwicklungen vorwegzunehmen. Nur das Bedienen von sich rasch wandelnden Marktbedürfnissen, sichert ein wirtschaftliches Fortbestehen: Der technische Fortschritt bewirkt immer raschere Innovationszyklen, die elektronische Datenverarbeitung eine Verdichtung und schnelle Bearbeitung großer Informationsmengen. Dies zwingt die Menschen zu immer schnelleren Reaktionen und beschleunigten Handlungen. Viele Unternehmen und Organisationen werden heute mit der Tatsache konfrontiert, dass sie sich Marktvorteile oft nur durch einen Zeitvorsprung, durch schnellere Produktentwicklung und -vermarktung, verschaffen können.

Es geht darum, die etablierten Spielregeln einer Branche zu unterlaufen und sich etwas Neues einfallen zu lassen, was dem Kunden nachhaltig mehr Nutzen stiftet und gleichzeitig die Mitbewerber vollkommen überrascht. Eine internationale Personalvermittlung mit dem Schwerpunkt Spanien eröffnet diese Möglichkeit. Eine expertenorientierte Sichtweise professionalisiert den intuitiven Ansatz, indem man die Intuition durch Expertise erweitert.

 

Die expertenorientierte Strategieentwicklung stößt in diesem Umfeld an ihre Grenzen: Neue Organisationsprinzipien, grundlegend andere Organisationsarchitekturen, komplexer werdende Herausforderungen und Entscheidungssituationen stellen das Unternehmen in Zeiten des Umbruchs vor gänzlich neue Steuerungsaufgaben. Das Problem der Zukunftssicherung liegt in der Unberechenbarkeit zukünftiger Märkte: Angesichts chaotischer, undurchschaubarer und unkalkulierbarer Umweltbedingungen sind Unternehmen rein aus Überlebensgründen gefordert, ihre eigene Zukunft immer wieder von neuem selbst zu erfinden. Das erteilt auch der evolutionären Strategieentwicklung eine Absage, die auf die reine Anpassungsleistung abzielt: Während man früher eher danach trachtete, Strategieentwicklung dafür zu nutzen, Unternehmen besser an gegebene Marktbedingungen anzupassen, so hat sich in der Zwischenzeit die Betrachtungsweise eher umgekehrt. Nicht die Angepasstesten überleben, sondern diejenigen, denen es gelungen ist, sich in wichtigen Leistungsdimensionen eine Einmaligkeitsstellung zu erobern, jene also, die aktiv ihren eigenen Markt mit hervorgebracht haben und dessen Entwicklung und Spielregeln entscheidend mitprägen.


Systemische Strategieentwicklung

Die unternehmerische Sicht auf die Zukunft verändert sich. Sie ist keine zeitliche Dimension, der es sich anzupassen gilt. Im systemischen Organisationsverständnis geht es darum, die eigene Zukunft selbst zu erfinden: Hinter diesem Perspektivwechsel steht die Einsicht, dass Unternehmen durch ihre eigenen geschäftlichen Aktivitäten die für sie relevanten Umwelten mithervorbringen. Es geht um die Einflussnahme auf Marktbedingungen. Das Problem der Zukunftsbewältigung wird gelöst, indem man seine Märkte selbst erzeugt. Dies ist die sicherste Methode der Risikovermeidung. In einem selbst erzeugten Markt besitzt man ein Alleinstellungsmerkmal, das dem Unternehmen einen Innovationsvorsprung von sechs bis zwölf Monaten sichern kann. Wenn man diesen Vorsprung durch die Erarbeitung neuer Geschäftsfelder erweitert, kommt es zu einer zunehmenden Einflussnahme in unterschiedlichen Geschäftsfeldern: Traditionally, most industries were characterized by a dominant business model. This has changed radically. Today we enjoy many more choices when designing new business models. Today, different business models compete in the same markets, and boundaries between industries are blurring – or disappearing altogether. In einem sich verändernden Organisationsverständnis sind andere Mitarbeiter gefordert. Sie müssen sich im ständigen Wandel als anpassungsfähig und kreativ erweisen. Sie sollen den Markt beobachten, Ihre Realitätskontruktionen überprüfen und kreativen Einfluss auf die Marktbedingungen nehmen: ein hoher Anspruch, der häufig an den realen Bedingungen der Arbeitswelt scheitert.

Change Agents und Unternehmensberater wissen um das schwierige Geschäft, Organisationen und die darin arbeitenden Menschen zu verändern. Zwei Drittel aller Vorhaben scheitern. Dennoch wird die Strategie des ständigen Wandels verfolgt. Hier sollen Lern- und Entwicklungsprozesse erzeugt werden, die diesen Wandel und damit ein anderes Organisationsverständnis ermöglichen.

 

konzept-kreatives Unternehmensdesign

Nicht mehr die Reproduktion von Lerninhalten in der Lernsituation ist das Konzept, nach dem die betriebliche Bildungsarbeit organisiert wird, sondern diese versteht sich vielmehr als entwicklungs- und prozessorientiert, d.h. Lernen wird als ein Handlungs- und Problemlösungsprozess verstanden, dessen Lerninhalte sich in der Moderation der Problemlösungssituation vielfach erst ergeben.

 

Es ist eine intuitive Lernkultur. Sie entsteht, weil sie keinen Hierarchien folgen muss. Es gibt keine Kontrollprozesse, die nur deshalb stattfinden, weil Kommunikationswege zu berücksichtigen sind. Die Informationswege sind kurz, die Aufgabenteilung intuitiv und der Arbeitsaufwand gering, so dass das Lernen und die Unternehmensentwicklung in direkter Verbindung stehen. Das unterscheidet eine kleine Organisation von großen, in denen ein erheblicher Koordinationsaufwand nur aufgrund der Größe entsteht, ohne dass eine damit verbundene Wertschöpfung zu erkennen ist. Beispielhaft stehen hierfür öffentliche Verwaltungen, in denen es eine Vielzahl von Arbeitsprozessen gibt, die keinen direkten Bezug zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen aufweisen.


In einem konzept-kreativen Unternehmensdesign sind Lernprozesse ungesteuert und hängen von den Marktbedingungen ab. Es findet ein ständiger Abgleich zwischen dem Markt und den Unternehmensprozessen statt; mit anderen Worten, es wird den eigenen Handlungen rückwirkend ein Sinn gegeben. Ist die Wahl für eine Sinngebung getroffen, werden nur solche Aktivitäten beibehalten, die zu wünschenswerten Resultaten geführt haben. Lernen bedeutet die ständige Reflexion und Auswertung gemachter Erfahrungen. Dieser Lernprozess ist wenig strukturiert und intuitiv. Mangels Erfahrungswerte weiß niemand so genau, wohin die Reise geht: In Zeiten rascher Veränderung muss die Weiterbildung ad hoc erfolgen. Auch das Durchwursteln kann in unruhigen Zeiten eine erfolgreich funktionierende Strategie sein. Das ist nicht sonderlich professionell, aber pragmatisch. Zumindest in einer kleinen Organisation erweist sich dieses Prinzip als erfolgreich. 

Es geht um eine identitätsstiftende strategische Grundausrichtungen und um die Bereitschaft in hohem Maße lernbereit zu bleiben. Eine Organisation muss die eingangs beschriebene Grundparadoxie zwischen Strukturkonservatismus und Organisationswandel aushalten können, um sich dauerhaft am Markt zu etablieren.Für das Unternehmensdesign einer internationalen Personalvermittlung bedeutet es, nicht nur nationale, sondern auch internationale Trends zu berücksichtigen und diese mitzugestalten.

 

Die Strategie entwickelt sich aufgrund der gemachten Erfahrung und sie zielt darauf ab, nicht nur Kundenbedürfnisse zu befriedigen, sondern diese auch mitzugestalten. Märkte entstehen nicht nur, weil andere Sie beeinflussen, sondern Märkte entstehen, weil man sie selber gestaltet. In einem selbst gestalteten Markt, ist der Kunde und Anbieter gleichermaßen Gewinner, weil er einen Innovationsvorsprung nutzt.